Ostergruß

tabernakelLiebe Besucher unserer Homepage, liebe Gemeinde,

wie oft haben Sie in Ihrem Leben schon Ostern gefeiert? Und wie viele Menschen um uns herum wissen gar nicht, was Ostern eigentlich gefeiert wird!

Auferstehung des Herrn – was für ein Wunder! Keine fromme Legende, sondern u n s e r e Wirklichkeit, eine Wahrheit, die der Verstand gern bezweifelt, das gläubige Herz jedoch erkennt und daraus eine Hoffnung erwachsen läßt, die dem Tod seine Bitterkeit nimmt.

Der Karfreitag will uns vor Augen führen, daß der leidende Gott des Menschen Schicksal teilt. Doch wäre der Karfreitag im letzten sinnlos, wenn es nicht den Gründonnerstag davor und Ostern danach geben würde.

Gründonnerstag gibt der Herr sein Leben bereits in die Hände seiner Jünger: Das Brot, das er ihnen bricht, ist sein Leib, der am Kreuz zerbricht und aufersteht. Sein Blut – und Blut ist immer ein Symbol für den Tod – wird zum lebensspendenden Trank. Wer sein Blut gibt, gibt alles, denn ohne Blut kein Leben.

Bedenken wir das große Geheimnis in jeder Feier der Eucharistie: „Das ist mein Leib; das ist mein Blut“. Jesus legt in dieses Geheimnis, das zu feiern er uns aufgetragen hat, alles hinein: sein Leben, sein Sterben, sein Auferstehen.

Wer an diesem Geheimnis teilnimmt, nimmt IHN in sein Leben auf. Wir sind dann verwandelte Menschen. Wenn wir es nur wirklich erfassen könnten! Dann wäre jede Feier der Heiligen Messe für uns mehr als alles, was Welt und Leben uns jemals bieten könnten.

Wie empfange ich den Herrn in der heiligen Kommunion?
Geschieht dann auch mit mir eine Konsekration (eine Verwandlung wie Brot und Wein verwandelt sind)? Wir brauchen für unsere Konsekration die Kontemplation (die anbetenden und hörende Stille), damit Christus in unser Leben „wirken“ kann. Er kommt in unser Leben, doch wen oder was trifft er dort an? Haben wir darüber schon einmal nachgedacht? Wie geht es Christus, wenn er in mein Leben kommt?

Wenn wir daheim Besuch bekommen, räumen wir auf, machen sauber und was nicht alles. Und wenn Christus in mein Herz (= mein Leben) kommt?

Mysterium (Geheimnis) und Mystik (Erfahrung der Gegenwart Gottes) hängen eng zusammen. Es geht also darum, das Geheimnis der Gegenwart Gottes in meinem Leben zu erfahren. Das geht aber nur in einer tiefen Liebe zu IHM. Liebe ist nicht nur eine geheimnisvolle Kraft zwischen Menschen, sondern auch zwischen Mensch und Gott. So ist Gott überhaupt nur zu verstehen aus der Liebe heraus – von der Schöpfung bis zur Erlösung.

Lassen wir es an der Liebe zum Herrn nicht mangeln. Machen wir uns in diesen Tagen bewußt, daß Christus für jeden von uns das Kreuz getragen hat, für jeden von uns seinen Leib und sein Blut hingegeben hat und den Tod überwand, damit jeder von uns das ewigen Leben findet.

Nehmen wir uns Zeit zur Kontemplation, damit wir die Konsekration in jeder Heiligen Messe bewußt erleben und aus ihr leben! Dann wird auch das Leben eines jeden von uns zum Opfer für die Welt. Dann leben wir als eucharistische Menschen, weil wir unseren Alltag aus Liebe zu Christus tragen.

Viele klagen, daß ihr Leben unerfüllt ist, daß sie zu wenig beachtet werden, daß sie sich Tag für Tag für Familie, Beruf und alles Mögliche aufopfern und niemand auch nur einmal Danke sagt. Wenn wir das für Christus tun, werden wir selbst zum Brot für die Welt. Wir lassen uns verzehren, damit andere leben können. Das ist eucharistische Lebensweise.

Auf diese Weise bringen wir Liebe in die Welt. Und Liebe ist immer befreiend, tröstend und erlösend. Es mag wer weiß wie viele Menschen geben, die das hier auf Erden nicht erkennen und auch nicht würdigen, aber einmal werden sie es erkennen, „dann wird euer Lohn im Himmel groß sein“, wie es Jesus in den Seligpreisungen sagt. Denn die Friedensstifter, die Mühseligen und die Beladenen, die Schwachen, die, welche für andere zum Brot werden, die sozusagen ihr Leben für die anderen hingeben, sind vor Gott reich!

Ich wünsche Ihnen segensreiche Kar- und Ostertage und den Mut, das zu werden, was wir in der Eucharistie empfangen!

Von Herzen grüßt Sie

Ihr Pfr. Andreas Jaster

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