Für die kommende Zeit

Die Anbetung der heiligen drei Könige

Die anbetung der Heiligen drei Könige, Albrecht Altdorfer – The Yorck Project: 10.000 Meisterwerke der Malerei. DVD-ROM, 2002. ISBN 3936122202, Wikimedia Commons

Weihnachten ist ein Fest, an dem wir anderen Wünsche erfüllen. Meist sind es materielle Wünsche.

Wir dürfen aber auch unsere Wünsche in Gebetsform in die Krippe legen. Vielleicht der Wunsch, wieder gesund zu werden, der Wunsch, daß die Kinder oder Enkel wieder einen Bezug zur Kirche finden, der Wunsch, daß Frieden einziehe zwischen Menschen, die sich zerstritten haben usw.

Das neue Jahr wird von uns immer auch mit guten Wünschen begonnen. Man wünscht sich Gesundheit und Gottes Segen. – All das ist sehr gut.

Bedenken wir aber auch in diesen Tagen des Adventes, welche Wünsche vielleicht Gott an uns hat.

Bleiben wir nicht dabei stehen, zu wissen, dass es Gott gibt, sondern treten wir mit ihm in eine dauerhafte Beziehung.

Bleiben wir nicht dabei stehen, zu wissen, dass Jesus zu Weihnachten geboren wurde, sondern nehmen wir seine Gegenwart in unserem Leben auch an.

Bleiben wir nicht dabei stehen, uns Gottes Segen zu wünschen, sondern leben wir auch als Menschen, die seinen Segen empfangen haben.

Es nützt uns nichts, um den Glauben zu wissen und am Sonntag das Glaubensbekenntnis aufzusagen. Es nützt Gott nichts, wenn wir ihm Gebete aufsagen, ohne ihn im Herzen zu lieben.

Weihnachten darf nicht ein Fest der Lauheit werden, Hauptsache es ist schön gemütlich daheim. Weihnachten ist auch das Fest der Entscheidung für den Messias. Maria und Josef haben Ja gesagt zum Kind, Ja gesagt zur göttlichen Herkunft des Kindes und Ja gesagt zu dem, was Gott durch sie wirken wollte.

Sagen wir Ja zu dem, was Gott damals in Bethlehem gewirkt hat und was er heute durch uns wirken will. Beten mit den Worten Marias „Siehe ich bin die Magd des Herrn, mir geschehe nach deinem Wort“. – Aber nicht nur oberflächlich mit dem Vorbehalt nach dem Motte: Zeige mir, was du mit mir vor hast, dann will mal sehen, ob es mir passt. Wer so denkt, kann es auch sein lassen.

Weihnachten schauen wir auch deshalb auf Marias und Josef, weil sie dem Willen Gottes ganz vertraut haben und darin jedem Christen zum Vorbild geworden sind.

Machen wir uns also neu auf den Weg –
jetzt im Advent – Gott immer mehr vertrauen zu wollen.
Bringen wir ihm auch unsere Zweifel und unsere Lauheit.

Lassen wir uns dabei dasselbe sagen, was der Erzengel Gabriel zu Maria gesagt hat: „Fürchte dich nicht!“

Fürchten wir uns nicht davor, Magd oder Knecht des Herrn zu sein; fürchten wir uns vielmehr davor, dass unsere Lauheit und Halbgläubigkeit Gott permanent verletzt. Selbst wir Menschen sind ja schon beleidigt, wenn man uns nur halbherzig begegnet oder uns ablehnt, obwohl wir es nur gut meinen.

Hören wir auf Gottes Stimme in unserem Herzen, hören wir, was uns Gott in diesen Tagen sagen will. Herr, öffne mir die Augen für das Wunderbare an deiner Weisung! [Ps 119,18].

Ihnen allen eine gesegnete Adventszeit, gnadenreiche Weihnachtstage und ein gutes Neues Jahr mit Gott!

Ihr Pfarrer
Andreas Jaster

Hinweis

Im neuen Gotteslob gibt es sehr schöne Hausgebete für die Adventszeit – stöbern Sie mal danach und schenken Sie sich und Ihrer Familie ein paar gute Gebetszeiten in dieser besinnlichen Zeit!

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